Liebes Tagebuch

Wir verlassen den Teufelszahn und durchqueren noch eine beeindruckende Landschaft aus Dschungel und roten Felsen, die daraus aufragen. Dann gelangen wir in die nächste größere Stadt, San José de Chiquitos. Ich wundere mich, ob es hier die Bananen gibt. Ich stelle fest: nicht mehr, als sonst. Wir suchen aber Avocados, und die scheint es in Bolivien nicht viel zu geben. Wir landen wieder an einem Markt und werden fündig.

Dort gibt es noch andere interessante Früchte, zum Beispiel etwas, das ähnlich aussieht wie eine Paprika und schmeckt wie Gurke. Oder kleine rote Beeren, die aber Kartoffeln sind. 

Es ist ein reges Treiben, aber die Leute sind sehr freundlich und aufgeschlossen. Die Innenstadt hat einen schönen historischen Kern, den wir durchqueren.






Wir verlassen die Stadt auf der anderen Seite, als es schon dämmert, und fahren eine holprige Piste einen Berg hinauf, gerade rechtzeitig, um bei Sonnenuntergang bei einem Aussichtspunkt unser Nachtlager aufzuschlagen. Die Aussicht ist der Hammer. Felsnadeln bilden eine faszinierende Formation vor und von diesem Berg kann man über die scheinbar endlose Weite einer flachen Landschaft Boliviens blicken.

Diesen Ort nennt man valle de la luna, doch der Mond zeigt sich glücklicherweise nicht. Als die Sonne untergegangen ist präsentieren sich schnell die Sterne und die Milchstraße in voller Pracht. 




Der Morgen ist so, wie ich es mir vorstelle. Der Himmel färbt sich rot und aus dem Funken am Horizont wird schnell der Feuerball am Himmel. Das beobachten wir eingekuschelt in unsere Bettdecke, denn draußen ist es noch kalt.

Die letzte Etappe steht an vor einem längeren Aufenthalt in der Millionenstadt Santa Cruz de la Sierra.



Ich bereite mich innerlich auf eine von anderen Reisenden gewarnte besonders korrupte Polizeikontrolle vor. Scheinbar machen die aber Wochenende, denn am beschriebenen Ort ist niemand. Wir fahren einen Highway durch bis nach Santa Cruz de la Sierra.

Schnell wandelt sich die Landschaft wieder und wir haben mehr Rinderfarmen und Industrie um uns, desto näher wir der Stadt kommen.





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