Liebes Tagebuch

Die Calle Tarija am Plaza Gastón Velasco ist nur ein Ort von vielen, an dem man diese schöne Kunst bewundern kann. Dahinter gelangen wir direkt auf einen Künstlermarkt.

Händler bieten dort Stoffe und Kleidung aus Alpakawolle, Spielwaren, Musikinstrumente und Bilder an. Es ist ein Mekka aus Farben und wir möchten am Liebsten alles mitnehmen.





Die meisten der Geschäfte in diesem werden von Cholitas betrieben. Die Ponchos, Taschen und Decken entsprechen den Mustern, die wir auch an den Cholitas selbst im Land sehen.

Auch für Leon gibt es Pullover und Mützen aus Alpaka. Die Preise sind trotz der Handarbeit und der vielen Touristen niedrig und Leon kann sich über eine neue Garderobe freuen.

Wir sehen auch Leute in Kostümen, die auf dem Weg zu einer Veranstaltung sind. Frauen mit freizügigen bunten Kleidern und ein Mann, der eine große Maske über seinem Kostüm trägt, begegnen uns.

Sie haben einen Auftritt zum Tanzen, lassen sich aber gerne mit Leon von uns fotografieren.



Nach unserer Panne auf 4703 Metern haben wir viel Zeit, um La Paz kennenzulernen. Diese Stadt fasziniert und zeigt uns viele ihrer Gesichter. Wir sehen die Kontraste aus Moderne und Tradition an jeder Ecke. Durch die teleféricos kommen wir leicht in jeden Teil der Stadt und können sie und ihre Bergwelt über den Wolken in vollem Ausmaß sehen.

Auf den Straßen sehen wir Geschäftsleute neben traditionell gekleideten Frauen sehen, den cholitas, die La Paz ihren besonderen persönlichen Charakter geben. Diese traditionsbewussten Frauen sind ebenfalls geschäftsbewusst und betreiben Kioske für Zeitungen und Früchte, aber auch magische Utensilien für die Zaubersprüche des Alltags. Und sie können kämpfen!

Die Straßen von La Paz zieren Hochhäuser aus Glas und halb verfallene Altbauten. In allen Vierteln kann man jedoch unglaublich schöne Straßenkunst finden. Besonderen Graffiti zeichnen das Künstlerviertel mit seinem Markt aus. Aber auch der riesige Friedhof der Stadt, der Cementario General de La Paz, ist nicht nur ein Ort der Totenruhe, sondern eine eigene kleine Stadt, in der den Verstorbenen durch traurig schöne Wandmalereien gedacht wird.

Als wir die Stadt verlassen hat unser Auto wieder mit der enormen Steigung und der Höhe zu kämpfen. Letztendlich erreichen wir über das Altiplano den legendären Titicacasee und stolpern über die Spuren von Thor Heyerdahls Kon Tiki.


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