Tagebuch Eintrag

Manche Tage sind sonnig, es ist sehr heiß und das Wasser strahlt in Türkis. An anderen Tagen ist es sehr bewölkt. Manchmal hängen die Wolken nur über den Bergen im Inneren der Insel. An einem dieser bewölkten Tage nehmen wir uns in Puerto Baquerizo Moreno ein Taxi, um uns in die Berge und an ein anderes Ende der Insel zu fahren. Für 55 USD fährt uns der Fahrer für vier Stunden über San Cristobál und bringt uns zu drei besonderen Orten: Der Lagune im Hochland, dem Reservat für Riesenschildkröten und den Puerto Chino am Ende.

Unser Fahrer Leonardo ist sehr redselig und erklärt uns Dinge über die Agrarkultur auf der Insel San Cristóbal. Bananen, Zucker, Avocados, Papayas, Ananas, Mangos und Orangen werden angebaut. Elektrizität gewinnen die Bewohner über drei Windräder, Thermalwärme und Dieselgeneratoren.

Tipps und Kosten zu den Galapagos-Inseln gibt es auf dieser Seite.




In der Mitte der Insel und auf 750 Metern findet sich im Krater voller Süßwasser, der Laguna El Junco. Es ist die einzige Ansammlung von Süßwasser auf der ganzen Insel und wird im Nationalpark und Wasserschutzgebiet bewahrt. Als wir die Lagune besuchen haben wir nur etwas Sicht.

Tiefe Wolken ziehen vor uns her und hüllen den kleinen See in Schleier. Fregattvögel kreisen durch die Schwaden und schießen immer wieder ins Wasser hinab. Kurz kann ich bis zur Küste und das Meer sehen, dann verbergen die Wolken die Sicht.




Derweil amüsieren sich Sara und Leon mit Darwinfinken. Diese kleinen, aber für die Menschheit bedeutenden Vögel kommen angeflogen, wenn ein Mensch ein paar Minuten an einem Ort verbringt. Sie sind sehr hungrig und ebenfalls sehr zutraulich.

Für ein paar Krümel Brot fressen sie uns im wahrsten Sinne des Wortes aus der Hand. Kein anderes Tier auf den Galapagosinseln begeistert Leon wie der Fink.



Der Ort hat durch die Wolken und die Einsamkeit etwas Mystisches. Während in der Stadt ein reges Treiben aus Menschen und Tieren herrschte und es hinter der Stadt bei den Fincas mit dem Abbau der Früchte wie im tropischen Regenwald aussah hat man hier das Gefühl der Angelegenheit der Berge.

Sträucher wuchern an den Hängen, die wiederum von Flechten überzogen sind. Dazwischen wachsen Farne. Und ein Schleier aus Wassertropfen überzieht die Pflanzen und uns.

Wir setzen die Fahrt fort in begegnen zum ersten Mal den berühmten Riesenschildkröten.


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