Liebes Tagebuch

Ich habe nicht damit gerechnet, dass wir auf einer Reise mit einem Baby einen Jaguar in freier Wildbahn zu Gesicht bekommen würden. Das haben wir auch nicht, aber wir waren sehr nahe dran und ich hoffe insgeheim doch noch, dass sich hier die einzigartige Gelegenheit bietet. 

Von unserem Platz neben dem Lager des Jaguars fahren wir die Schotterpiste weiter nach Norden und tiefer ins Pantanal hinein. 



Noch an einigen Tümpeln finden wir Kaimane. Manchmal muss man zweimal schauen, um die großen Tiere in den grünen Tümpeln auszumachen. Aber meistens liegen so viele dieser Krokodile am Rand, um sich zu sonnen, dass wir sie von Weitem sehen können.

Klapprige Holzbrücken über so ein Gewässer voller Kaimane haben einen ganz neuen Nervenkitzel.





Wir gelangen wieder zu einer Gabelung nahe einem Ort namens Nhecolândia, der sich in Realität als ein kleines Bauernhaus entpuppt. Links führt die Piste in Richtung Highway und nach Corumbá, Rechts führt die Piste ins Unbekannte. Wir fahren rechts. Es geht stretig gerade aus und ins begegnen nur Gauchos mit ihren Rinderherden und Baufahrzeugen. Laut Google Maps müsste hier links und rechts der Straße wildes Pantanal voller Tümpel und Wasserlöcher sein, doch wir sehen stattdessen Zäune und Rinder.

Die Straße endet plötzlich an einer Sandpiste, an denen Baufahrzeuge warten. Die Strecke können wir zwar fortsetzen, aber nur um uns im ersten Gang langsam durch den Sand zu schaufeln. Es ergibt keinen Sinn und wir kehren um. Wir werden den Rio Paraguay überqueren müssen und noch einen unglaublich schönen Abschied vom Pantanal inmitten seiner Sümpfe erleben.




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