Das Land der Wasserfälle



Liebes Tagebuch

Der Campingplatz am Fuße des Seljalandsfoss ist grandios. Drei Wässerfälle reihen sich aneinander, einer imposanter als der andere. Wir können hinter dem ersten Wasserfall entlang laufen und das Wasser über unsere Köpfe strömen lassen.

Wir schlafen mit dem Rauschen der Wasserfälle im Ohr in unseren Zelten ein. In der Nacht jedoch kriecht die Kälte unbarmherzig in Zelte und Schläfsäcke und lässt uns wissen, dass wir auf einer kahlen Insel im Nordatlantik direkt zwischen dem nahen Ozean und dem schneebedeckten Supervulkan Katla nur von ein wenig Stoff am Leben gehalten werden.

Obwohl es Ende Mai ist und die Tage schön warm sind – wenn gerade kein Wind weht – haben es die Nächte in sich.

Besonders in dieser Nacht friere ich bis zum letzten, sodass ich meinen Joker ziehe und die in schlauer Vorsicht eingepackte goldene Überlebensdecke aus dem Erstehilfekoffer herausziehe und mich darin in wohlige Wärme hülle.







Von einem Isländer vor Ort erfahren wir, dass es neben den drei Wasserfällen noch einen Vierten gibt, versteckt hinter ein paar Felsen. Wir sollen ihn suchen.

Das lassen wir uns nicht zweimal sagen und machen das Versteckspiel der Natur mit – und werden belohnt.



Nach einem bescheidenen Frühstück machen wir uns auf den Weg zum nächsten epischen Wasserfall, dem Skógafoss.

Durch den Sonnenschein schillern vor dem Wasserfall zwei Regenbogen.


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