Tagebuch Eintrag 16

Ich habe vor Jahren mal eine junge Frau kennengelernt, die aus Burgas stammte und die mir viel von ihrer Heimatstadt erzählte. Ich war neugierig diese Stadt einmal selbst zu sehen. Natürlich wollten wir das Schwarze Meer sehen und Burgas oder Warna sind die beiden großen Städte und Anlaufpunkte. Wir mieten uns ein kleines Zimmer in einem Hostel und erkunden die Stadt. Auch heute ist es wieder drückend heiß.

Als wir uns im Fish Express eine Kleinigkeit zu essen holen möchten und die beiden Jungs meine Kamera sehen möchten sie sofort ein Foto haben. Die Sandwiches sind sehr gut und gestärkt wandern wir zum Strand. Da die Stadt auf einer Halbinsel liegt, an deren Rücken es ebenfalls drei Seen gibt, muss man in keine Richtung weit zum Wasser laufen.



Der Strand ist sauber und aufgeräumt, das Wasser warm und angenehm. Die ganze Promenade entlang gibt es Bars und Freizeitaktivitäten.

Ein kaltes Bier lassen wir uns nicht entgegen und wir sind fest entschlossen bald wieder hier einzukehren, doch heute Abend sind wir verabredet.



Stefan wurde in Facebook auf meine Einträge aufmerksam und wir verabredeten uns in Burgas. Er und seine Freunde sind Studenten, die gerade Semesterferien haben und sich nach langer Zeit wieder sehen.

Ausgewählt haben sie ihre Lieblingsbar gut. Es gibt viele Craft Biere, Rock- und Live-Musik. In der Stadt Sosopol soll es noch eine bessere Bar geben, Rock direkt am Strand. Das wollen wir ausprobieren.



Wir kommen genau rechtzeitig zum Sandskulpturenfestival, das genau zu unserer Ankunft eröffnet wird. Es gibt eine Webseite, eine Anzeige in Google Maps und viele Plakate in der Stadt. Dennoch interessiert das Fest außer uns anscheinend niemanden. Jedenfalls haben wir das ganze Gelände und die Exponate für uns.

Doch auch wir sind wenig begeistert. Der Sand wirkt wie Zement und alle Motive sind offensichtlich an Kinder adressiert. Also machen wir eine Hand voll Fotos und suchen uns wieder eine neue Attraktion.



Wir brauchen schon wieder eine Pause von Städten und das Zelt ruft. Unsere bulgarischen Freunde empfehlen uns einen Strand, an dem man wild campen kann. Das ist allerdings kein Geheimtipp mehr, der Strand steht schon in Google als „Wild Camping Beach“ angezeigt und wir sind nicht nur nicht die einzigen, sondern müssen uns regelrecht prügeln um einen Platz für Auto sowie unser Zelt.

Es werden gegen Sonnuntergang zum Glück weniger Leute und nur wenige Zelte bleiben übrig.

Es ist herrlich bei der einbrechenden Dunkelheit noch einmal ins Meer zu springen. Ebenfalls ist es ein großes Glücksgefühl morgens um 5 Uhr mit den ersten Sonnenstrahlen direkt aus dem Zelt ins warme Wasser zu rennen.


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