Auf dem Svinafellsjökull Gletscher



Liebes Tagebuch

Wenn wir schon im Land von Eis und Feuer sind müssen wir wenigstens auch auf einem Gletscher gewesen sein. Und davon gibt es hier genug. Der größte Gletscher Europas liegt ihr, der Vatnajökull. Ein Teil davon ist der Svinafellsjökull und wir nehmen an einer Tour über diese Ansammlung von Eis teil. Die Führerin Selma soll uns die schönsten Stellen zeigen und dafür sorgen, dass wir in keine Gletscherspalte fallen.

Wir werden mit Helmen, Spitzhacken, Spikes und Klettergurten ausgerüstet. Dann geht es los.

Ein Paar aus Deutschland begleitet uns, aber die Gruppe bleibt klein.



Zuerst müssen wir überhaupt zum Gletscher kommen. Dafür marschieren wir zuerst ohne die Steigeisen durch die Landschaft, die aus einer Millionen Jahre alten Vorzeit verblieben zu sein scheint – dabei ist es umgekehrt eine der jüngsten Landschaften auf unserem Planeten.

Wir wandern den Gletschersee entlang, der früher ganz woanders lag. Wir lernen, dass auch hier der Gletscher enorm geschmolzen ist und vor wenigen Jahren noch bis ans Meer reichte.



Letztendlich werden wir mit allem ausgerüstet, die Steigeisen befestigt und die Gurte noch einmal festgezurrt. gerade beim Anstieg auf den Gletscher gibt es hohes Rutschpotential, daher nutzt Selma ein Seil, das sie vor uns befestigt und wir uns daran wie beim Klettern sichern.

Schritt für Schritt erklimmen wir den Gletscher und sehen mehr von seinen großen Ausmaßen. Nun haben wir auch eine viel größere Weitsicht und können über die große schwarze Wüste, auf der sich der Gletscher einst erstreckt hat, bis zum Meer blicken.




Wir kommen weiter, als Selma geplant hat. „You are a pretty fit group“ ist eine der wenigen Dinge, die unsere schweigsame Führerin von sich gibt.

Dabei ist sie für eine Isländerin geradezu gesprächig. Isländer sprechen nicht gerne. Und sie mögen keine Fremden. Oder sie zeigen es nicht.

Wir sind enorm traurig, als wir den Rückweg antreten. Wir fühlen uns wirklich pudelwohl auf dem Eis und würden gerne noch mehr entdecken. Vielleicht wartet ja hier der Zugang in das Innere der Erde.



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