Liebes Tagebuch

Die Landschaft um Arequipa herum ist staubtrocken. Auf der Hinfahrt vom Altiplano haben wir das schon gesehen und während unseres Aufenthaltes in Arequipa kam uns die Stadt ebenfalls wie eine Oase vor. Am Fuß des einen oder anderen Tals findet man dafür ein kleine grüne Welt. Es geht staubige Berge hinauf und steinige Berge hinab. Von weitem sah man weißen Puderzucker auf den Bergen, der sich nicht als Schnee, sondern Sand entpuppt.

Ganze Dünen haben sich am Bergpass abgelagert. Dahinter geht es stetig bergab. Es ist extrem karg. Über weite Flächen sehen wir kleine Häuser, die irgendwelche Menschen mitten in die Landschaft gebaut haben.





Irgendwo muss es Wasser geben, denn hin und wieder erstrahlt eine Bauruine voller Grün. Wir kommen auch an einen See, aber die Haufen an Salz und die rote Farbe deuten darauf hin, dass das Gewässer nicht hilfreich für das Überleben von Vegetation ist.

Trotzdem gibt es einige Häuser um den Salzsee. Allerdings verwaiste Häuser. Warum haben Menschen hier eine Siedlung gebaut und wo sind die Leute jetzt?



Es geht durch endlos karge Landschaft, die uns denken lässt auf dem Mars ausgesetzt worden zu sein, bis wir endlich am Horizont den weiten Pazifischen Ozean vor uns sehen.

Kaum zu glauben, dass unsere Welt hier zu Ende ist und die andere Hälfte der Weltkugel hier unter Wasser steht.




Wir befinden uns nun auf der legendären Panamericana, die sich von Alaska bis nach Feuerland zieht. Die Straße ist gut ausgebaut. Trotzdem bleibt die Landschaft karg und die Dörfer aus es ebenfalls. Wenn der Mars einen Ozean hat und besiedelt ist könnte es so aussehen.

Oder auf der Erde nach einem Atomkrieg. Oder eben an der Westküste Südamerikas. Kaum dass wir an der Küste sind ist der Himmel mit Wolken bedeckt und die Luft kalt. Nach all den Tagen Sonne ist das Wetter für uns ungewöhnlich. Wir erreichen Mollendo, unsere erste Stadt an der Küste.



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