Liebes Tagebuch

In der Dominikanischen Republik reist man prinzipiell mit zwei Transportmitteln, wenn man keine eigenen Räder besitzt: „moto(concho)“ sind Motorradfahrer mit orangen Warnwesten, die einen fix durch die Stadt düsen, wenn man sich hinter die klemmt. Berührungsängste sind hinderlich.

Dann gibt es noch „Guaguas„, Überlandbusse, mit denen man von Ort zu Ort kommt. Dabei handelt es sich meist um kaputte alte Minivans, die in Schrittgeschwindigkeit durch den Ort fahren mit offener Tür und ihre Destination rausbrüllen und Kurzentschlossenen schnell die Möglichkeit geben reinzuspringen.

Genauso kann man mit Klopfen auf das Metall des Autos oder Brüllen ankündigen, dass man jetzt sofort raus will. Dann drückt man dem Fahrer etwas Geld in die Hand und das war’s. Auch hier darf man keine Berührungsängste haben. Keiner wird zurückgelassen. Und wenn manche auf der Motorhaube Platz nehmen müssen… Mit einem Guagua geht es für uns nach ein paar Tagen von Puerto Plata nach Las Terrenas. Die Stadt ist der Einstiegspunkt auf die Samanahalbinsel, und dort fahren wir bis zum Ende, nach Las Galeras. Allerdings mit einem kleinen Zwischenstopp an einem wunderbaren Wasserfall.



Wir quartieren uns in einer kleinen Unterkunft in El Limón ein und machen uns direkt weiter auf den Weg. Von einem Motoconcho lassen wir uns am Straßenrand absetzen, um von hier aus durch den Dschungel zu dem bekannten Wasserfall zu kommen. Unsere wasserfesten Sandalen kommen im Matsch des Waldes an seine Grenzen.

Es ist ein beschwerlicher Marsch. Es ist heiß und schwül.

Der Weg ist manchmal nicht eindeutig erkennbar. Am Ende erreichen wir aber doch das ersehnte Wasserbecken. Das Licht ist gerade unglaublich schön. Es sieht aus wie im Paradies. Und außer uns sind kaum Menschen hier. Es gibt uns Gelegenheit für ein intimes Bad und das private Vergnügen, das Paradies für uns genießen zu können.




Mitunter müssen wir selbst im Dschungel durch Flüsse waten, um an unser Ziel zu kommen. Immerhin hat irgendjemand Schlaues ein Seil aufgehangen, sodass wir etwas das Gefühl haben noch richtig zu sein.

Zwischendurch kommen auch ein paar Jungs, die waghalsig den Wasserfall hinaufklettern und dann herunterspringen.




Wir können kaum genug von diesem Idyll bekommen, doch irgendwann ist es wieder Zeit zu gehen, bevor es dunkel wird. Das passiert hier sehr schnell.

Am nächsten Tag wird es ein kleines Stück weiter ans Ende der Samaná-Halbinsel gehen, in den kleinen Ort Las Galeras.

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