Der Dettifoss und das Ende der Welt



Liebes Tagebuch

Der Abschied von Húsey fällt nicht einfach. Es ist einfach zu idyllisch dort. Aber wir wollen auch weiter und noch so viele andere Dinge sehen. Die Wale warten noch auf uns in Húsavik. Vorher stehen aber noch andere Dinge auf unserer Liste. Dazu brauchen wir allerdings Benzin.

Arrogant, wie wir sind, haben wir darauf verzichtet unseren halb vollen Tank in der nächst größeren Stadt Egilsstaðir aufzutanken. Jetzt merken wir jedoch, in welcher abgelegenen Gegend wir eigentlich sind und dass die Zivilisation im Norden Islands viel weniger dicht ist. Geradezu kaum existent. Dementsprechend gibt es überhaupt kaum Siedlungen und quasi keine Tankstellen.

Der Bauer von Húsey empfielt uns eine Zapfsäule am Rand der Ringstraße. Diese finden wir auch, allerdings weigert sich diese uns Benzin auszugeben. Vermutlich stellen wir uns auch sehr dämlich an, denn die Beschreibung ist auf isländisch und das automatisierte System möchte mit Kreditkarte im Voraus bezahlt werden.

Knurrend fahren wir weiter und haben schon ein mulmiges Gefühl schon in Kürze in der Weite des eisigen Landes zu stranden. Die Menge an Schnee um uns herum hat enorm zugenommen. Nun haben wir wirklich den Eindruck im Winter angekommen zu sein. Dabei handelt es sich nur um die Nordseite der Insel.



Wir machen einen Abstecher zu einem weiteren Koloss in der Welt der Wasserfälle. Dem Dettifoss. Wir fahren eine Straße ab von der Ringstraße und brauchen durch den Schnee schon wieder die Fähigkeiten des Vierradantriebs.

Eine dicke Eisdecke bedeckt den Weg. An vereinzelten Eislöchern merken wir, dass wir gerade über einen tiefen See marschieren, und wir hoffen auf die Stabilität unseres Untergrundes.

Schließlich kommen wir unter dem Lärm des brechenden Wassers zum Dettifoss. Das Wetter ist bedeckt und mit dem schneebedeckten Boden erhält die schwarzweiße Kulisse etwas Surreales. Wir sind tief beeindruckt von dieser ursprünglichen Natur.

Die Straße ist hier zuende. Wir hatten gehofft von hier nach Húsavik weiterfahren zu können, doch wir müssen zurück zur Ringstraße und beschließen nach Myvatn und Dimmu Borgir zu fahren.



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