Liebes Tagebuch

Am Nachmittag fahren wir weiter bis nach Mostar. Wir haben schon die beeindruckendsten Bilder dieser Stadt gesehen, die besonders durch den Krieg gebeutelt wurde, aber, wie viele Orte in diesem Land, durch reichlich EU-Gelder wieder zu neuer Schönheit aufgebaut worden sind.

Mostar ist auf der Prioritätenliste unserer Aktivitäten ganz oben. Wir haben eine Unterkunft im Zentrum spontan gebucht und werden von der kroatischen Besitzerin Ivana, die einige freche und zweideutige Sprüche auf der Zunge hat, in Empfang genommen.



Das Stadtzentrum ist übersichtlich, aber wunderschön. Links und rechts vom Fluss Neretva schmiegen sich die mittelalterlichen Gebäude kreuz und quer das steile Ufer hoch. Über das Kopfsteinpflaster kommen wir an zahlreichen Handwerkerläden, Souvenir-Shops und Restaurants. Die pfiffigen Imame einer Moschee haben eine zusätzliche Einnahmequelle aufgetan.

Sie lassen gewähren den Touristen für einige Euro Zutritt zu einer Ecke ihres heiligen Bereiches, von dem man einen besonders guten Ausblick auf die Alte Brücke, das Wahrzeichen der Stadt, hat. Auch dieses Monument fiel der Belagerung und Einnahme der Stadt zum Opfer und wurde mit viel Sorgfalt wiederhergerichtet.



Wir kommen kaum dazu die Menschen mit unseren Brocken Bosnisch zu beeindrucken. Wie wir schon in Kroatien festgestellt haben sprechen die meisten Leute Deutsch. Die Älteren waren früher in Deutschland als Gastarbeiter tätig und die Jüngeren stellen sich auf den Tourismus ein.

Die Stadt ist sehr touristisch, aber es hält sich im Rahmen und die Preise sind noch vertretbar. Mit dem Einbruch der Nacht genießen wir bestes Essen, besten Wein und den Blick auf die bunten Reflexionen der Lichter der Stadt im Fluss.


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