Tagebuch Eintrag

Nach einer Nacht in der Hölle eines Touristenparadieses, Darminfektionen und dem Morgen mit einem typisch schlechten kolumbianischen Kaffee setzen wir die Fahrt fort. Die eigentliche Panamericana ist durch einen Erdrutsch gesperrt. Aber es gibt nur wenig Straßen. Wir folgen „einer“ Panamericana und bestaunen all ihre Aspekte, all ihre Gesichter, all ihre Überraschungen.

Heute machen wir keine Stops und fahren an den Städten Neiva und Villavieja vorbei ins Hinterland. Wir durchqueren weiter den grünen Busch, bis sich die Landschaft relativ plötzlich ändert.

Wir überqueren Flüsse und kleinere Rinnsale, aber die Vegetation nimmt ab. Dann kommen wir an Farmland vorbei, die Bäume werden weniger, dafür nimmt die Anzahl an struppigen Büschen zu. Dann gesellen sich Kakteen dazu. Dann gelangen wir dorthin, wo es eine atemberaubende – wenn auch sehr kleine – Wüste zu bestaunen gibt: die Tatacoa.



Ähnlich wie in den kanadischen Badlands haben Wind und Wasser hier unglaubliche Felsformationen geschaffen. Der hohe Eisenanteil in der Erde sorgt für bemerkenswerte rote Farbe. Laut meinen Recherchen ist es eine der faszinierendsten Landschaften in Kolumbien. Gelegen im Süden des Landes, umfasst die Wüste ein Gebiet von etwa 330 Quadratkilometern und besteht hauptsächlich aus rotem Ton und Gestein. Die atemberaubenden geologischen Formationen der Wüste haben sich über Millionen von Jahren entwickelt und bieten uns eine spektakuläre Kulisse.

Die Region ist auch ein beliebtes Ziel für Astronomie-Enthusiasten, da sie eine der besten Sternbeobachtungen in Kolumbien bietet. Die Tatacoa-Wüste ist ein einzigartiges Reiseziel, das mit ihren bizarren Felsformationen, der atemberaubenden Landschaft und der klaren Nachthimmel einen unvergesslichen Eindruck hinterlässt.



Wir erreichen die Wüste zum Mittagessen und haben genug Zeit, um hier zu Gammeln. Denn wir sind noch immer müde von der vergangenen Nacht und zusätzlich ist es noch brüllend heiß. Wir machen ein paar Fotos und dann legen wir uns für einen Mittagsschlaf hin.

Uwe baut sein Zelt auf und brühtet in der Hitze unter der Plane. Es geht wenig Wind, der eine Abkühlung bieten könnte.



Ich bin nur mäßig müde; meine Abenteuerlust ist stärker und treibt mich hinaus zwischen die Felsen, wo ich weitere Fotos schieße. Während die anderen vor sich hin vegetieren klettere ich die Hügel hoch und runter, um Fotos zu machen.

Die Freude über den Anblick überwiegt die Müdigkeit. Erst später lege ich mich etwas hin und dann ist es auch schon Abend.




Nach einem leichten Abendessen gehen wir aber noch einmal los. Wir hatten noch keine Gelegenheit gehabt durch das Labyrinth der Steinsäulen zu laufen. Das holen wir nun nach. Die Sonne neigt sich langsam dem Horizont entgegen.

Währenddessen erkunden wir noch die Tatacoa von der Perspektive ihrer Täler und Schluchten. Diese Zeit ist deutlich besser als der Mittag. Die Temperatur ist nun sehr angenehm.



Wir stehen mit dem Camper an einem Zeltplatz mit hervorragender Lage. Wir sind die einzigen hier und stehen direkt an der Kante zum Roten Tal.

Der Sonnenuntergang ist ein guter Ausgleich zum verkorksten Vortag und lässt uns alle Qual vergessen. Es ist herrlich.



Auch der Morgen ist schön. Noch vor Sonnenaufgang stehe ich auf und nutze die Stunde für Fotos. Majestätisch geht schließlich die Sonne über den Sandsteinsäulen auf und hüllt das Land in Farben. Wir beeilen uns nicht mit dem Frühstück.

Zur Feier dieses schönen Moments mache ich guten Kaffee mit meiner Espressokanne. Dann geht es weiter zum Tal der Konstellationen und einem morgendlichen „Schlamm-„bad.


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