Die Höhlenstadt Wardsia




Liebes Tagebuch

Wir fahren weiter bis zur beeindruckenden Höhlenstadt Wardsia. Hier sollen vor hunderten von Jahren bis zu 30.000 Menschen gelebt haben. Häuser, Wohnungen, Gänge und Treppen wurden hier in den Sandstein geschlagen und bilden ein ausgefeiltes Labyrinth. Die Fahrt nach Wardsia ist ebenso beeindruckend, da die Schluchten entlang von den Ruinen zahlreicher Festungen geziert werden.

Von außen ähnelt diese „Stadt“ einem Terminenhügel und es ist kaum vorstellbar, dass diese Höhlen über die gleiche Infrastruktur verfügte, wie jede andere europäische Stadt des Mittelalters.







Von Wardsia aus nähern wir uns nun unserem nächsten großen Ziel: Armenien. Durch die Ausläufer des Kleinen Kaukasus durchqueren wir das Niemandsland. An einem Fluss sehen wir einen uralten Eisenbahnwagon, der vermutlich als Brücke gedient hat. Jetzt muss diesen Weg hoffentlich niemand mehr nutzen müssen.

Wir erreichen die Grenze Armeniens, aber uns fehlt ein Dokument. Als wir den Wagen umtauschten hat man versäumt uns für den neuen Wagen eine Erlaubnis der Agentur auszustellen, dass wir das Land Richtung Armenien verlassen dürfen.




Also müssen wir in die nächste Stadt nach Ninozminda zurückkehren und warten, bis uns ein Kurierfahrer aus Tiflis das benötigte Dokument bringt. Es gestaltet sich als sehr langatmig. Die Stadt hat nichts. Morgens haben keine Cafés auf und die Landschaft hat nichts besonderes zu bieten.

Wir müssen einen Tag lang warten und fahren um die Stadt über die Felder. Wir erreichen einen See, der ein Freizeitparadies für Störche zu sein scheint und entspannen dort, bis wir den Kurier treffen und mit allen nötigen Unterlagen Georgien verlassen können.



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