Lektionen für Japan (III) – Kyoto bei Nacht




Liebes Tagebuch

Wir verlassen den heiligen Berg wieder und fahren in Richtung Gion, der berühmten Altstadt Kyotos.

Die Stadt wurde im Zweiten Weltkrieg nicht zerstört, da der Kommandant der amerikanischen Bomberstreitkräfte seine Flitterwochen in der Stadt verbracht und sie als Ziel vermieden hatte. Dieser Stadtteil ist wie in alten Zeiten mit seinen kleinen hölzernen Stadthäusern und Tempeln erhalten.

Leider sind wir noch zu früh für Sakura, die berühmte Kirschblüte, und die Bäume halten ihre Knospen zurück.




Nachts wird der Zenkojido-Tempel beleuchtet und bietet eine stereotype Bildmöglichkeit für Japan.

Es ist auch bekannt, dass es hier noch Geishas gibt.


Lektion 11: Geishas sind keine Prostituierten


Die jungen Frauen, die sich früher und heute einem Geisha-Haus anschlossen bzw. anschließen, lernen die traditionellen Arten der sozialen Unterhaltung. Dazu gehören Tanzen, Musik spielen und die Teezeremonie. In der Geschichte gab es berühmte Geishas, ​​um die sich die höchsten Herren bei ihren Festen bemühten. Auch heute noch ist eine Geisha eine sehr teure, aber beeindruckende Attraktion für private Feiern oder Geschäftstreffen.


Mariya sagt mir, „wenn man eine Geisha in Gion sieht, ist es keine Geisha, weil Geishas nicht in der Öffentlichkeit gesehen werden wollen“. Wir haben jedoch Glück und können nachts in einem Pavillon eine Geisha-Aufführung zu Ehren eines Feiertags miterleben.

Es könnten doch echte Geishas sein. Es scheint, dass diese hier in der Öffentlichkeit gesehen werden wollen. Jemand hat dafür bezahlt …




Zurück zu Hause machen wir unsere eigenen Sushi-Wraps – hier ist das ein gewöhnliches Familienessen namens Temaki. Man bereitet Gemüse, Sashimi (roher Fisch), getrocknetes Seetangpapier, Reis, Soßen, Soja und Wasabi zu und stopft einfach seine eigenen Sushi-Wraps zusammen.

Am nächsten Tag ist Montag und meine Freunde müssen arbeiten.

Ich fahre mit dem Bus zu einem Pavillon in Kinkaku-ji, einer ehemaligen Villa eines zu reichen Mannes, der das gesamte Gebäude mit Gold bedecken ließ.

Ich besuche einen Tempel mit einem Zen-Garten, den wiederum jemand anlegte, der zuviel Zeit und Kiesel hatte. Im Anschluss besuche ich nach einem Überdruss an Gold und Steinen einen Bambushain, in welchem man sich kurz wie eine Ameise im hohen Gras fühlen kann.



Abends aßen wir noch ein letztes mal vor meiner Abreise zusammen zu Abend. Es gibt einen Hot Pot – ein Gericht, das in ganz Asien beliebt ist. Es ist wie ein europäisches Fondue, das man zu Reis isst.

Es ist der letzte Abend mit meinen Freunden. Am nächsten Tag setze ich meine Reise in die Stadt Nara fort.

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