Tagebuch Eintrag

Unsere Reise durch Aserbaidschan neigt sich dem Ende zu. Vor wenigen Tagen durchquerten wir den östlichsten Ausläufer des Kaukasus und passierten die bunten Zuckerrohrberge, um an den Norden zu kommen. Die Fahrt war fantastisch, aber es brachte uns in ein Regengebiet, dass fast ganz Aserbaidschan einnehmen würde.

Nur Baku schien der Wetterkarte nach nicht betroffen und warm zu sein. Wir befinden uns in Guba (Quba) und treten die Rückreise an. Dabei halten wir noch an der Festungsruine von Çıraqqala und der Berg Beşbarmaq, der als „Fünf Finger Berg“ bekannt ist.




Anfangs ist die Fahrt noch schön und wir sehen ein bisschen schöne Landschaft. Dann nimmt der Regen jedoch zu. Wir erreichen die kleine Stadt Galaalti und müssen feststellen, dass wir die Burgruine von Çıraqqala nicht ohne enormen Aufwand erreichen werden. Die Piste dorthin hat sich, wie wir tags zuvor schon bei Afurca erleben mussten, in eine Schlammpiste verwandelt, die wir nun langsam mit unserem Allrad-Wagen durchqueren könnten.

Aber auch dann müssen wir damit rechnen, dass wir aufgrund der Wolken nichts sehen.

Wir fahren unverrichteter Dinge weiter nach Süden und hoffen wenigstens den imposanten Berg von Beşbarmaq, den „Fünf-Finger-Berg“, zu Gesicht zu bekommen.




Woran erkennen wir, dass wir uns Baku nähern? Richtig, die Ölfördertürme werden wieder omnipräsent. Diese kleinen bunten Türme wirken allerdings wie aus einem Fisher-Price-Kinderbau-Set.

Die Arme heben und senken sich in monotonem Rhythmus. Ich wundere mich darüber, dass hier auch auf dem Berg Öl gefördert werden kann.




Endlich erreichen wir den Fünf-Finger-Berg. Wie zu erwarten war verschwindet der mächtige Felsen einfach in den Wolken und gibt nichts von seiner Pracht preis.

Allein die Fahrt ist schon ein Abenteuer, da wir auf der schmierigen Geröllstraße zwischenzeitlich überhaupt keine Sicht haben.



Laut dem Reiseführer muss man sich hier oben vor all den Wahrsagern und Schamanen in acht nehmen, die einem verzauberte Artikel und Prophezeiungen andrehen wollen. Wir haben kein Kleingeld parat – und brauchen es auch nicht. Kein Zauberer klettert bei der Kälte hier hinauf. Es ist leer hier oben. Wir sind mit den Geistern alleine.

Trotzdem findet sich hier ein Mann, der auf Russisch auf uns einredet und uns in seinem gemütlichen Aufenthaltsraum mit heißem Tee, frischen Datteln und knusprigem Baklava versorgt. Eine ältere Dame aus Russland ist da und freut sich über ein paar Brocken Russisch von mir. Sie spricht sogar etwas Deutsch und wir können uns damit unterhalten.



Wir treten endgültig die Rückfahrt an und quälen uns im dichten Verkehr zurück nach Baku. Der Kreis schließt sich. Wir treffen wieder Elvi, die sich freut uns noch mehr von ihrer Heimatstadt zu zeigen.

In Baku verbringen wir noch ein paar nicht unangenehme Tage und lassen die Reise durch Aserbaidschan gemütlich ausklingen.



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