Tagebuch Eintrag

Die Erfahrung in der Welt der fanstastischen Zuckerberge „Candy Cane Mountains“ ist schon wieder etwas verblasst. Mit gemischten Gefühlen verlassen wir unsere „Oase“ zwischen den Kuhställen. Die Unterkunft war wirklich nicht das, was sie auf Booking.com versprochen hat.

Es regnet heute, was bedeutet, das unsere Möglichkeiten an Aktivitäten sehr eingeschränkt sind. Sehr ätzend. In ganz Aserbaidschan scheint es heute laut Wetterbericht zu regnen, also haben wir keine Möglichkeit in die Sonne auszuweichen.

Bisher hatten wir mit dem Wetter Glück, doch nun hat uns der Regen eingeholt



Wir beschließen in die Stadt Gube (Quba) im Norden zu fahren. Die Stadt hat ein paar Sehenswürdigkeiten zu bieten und es gibt eine Schlucht in der Nähe, die sehenswert sein soll. Also fahren wir durch den Regen nach Tengealti.

Doch die „Schlucht“ stellt sich als zwei Felsen heraus, die eine Enge bilden. Dafür gibt es viele sehr teure Restaurants hier, die für einen Espresso vier Euro verlangen. Wahnsinn, wo sind wir denn hier?



Nicht weit weg von hier finden wir auf der Karte den Wasserfall von Afurca und beschließen diesen zum Höhepunkt des Tages zu machen. Dafür müssen wir weiter das Tal entlang und dann den Hang zum gleichnamigen Dorf hinauf fahren. Ich möchte die Gelegenheit nutzen, um etwas zu wandern, und stelle den Wagen im Dorf ab. Der Weg zum Wasserfall wäre unter normalen Umständen auch ein Spaziergang gewesen, aber der Regen hat die Straße in eine Schlammpiste verwandelt.

Es ist sehr rutschig und wir müssen um unseren Halt kämpfen. Andererseits klebt der Schlamm an unseren Schuhen wie Zement. Es ist ein unerwartet harter Weg bis zum Wasserfall. Dafür ist dieser beeindruckender als erwartet. Er ist sehr hoch und bildet die Bühne für ein Amphitheater der Natur. Wenn es nicht bewölkt wäre könnten wir von dem Weg hinter dem Wasserfall sehr weit sehen.


Der Regen hat den Weg zum Wasserfall in eine glitschige Schlammpiste verwandelt



Wir fahren nach Guba und sehen die schöne, rote Juma Moschee. Allerdings ist sie geschlossen. Draußen ist es nass und kalt, daher sitzen wir gleich wieder im Auto. Wir fahren über den Fluss zum jüdischen Viertel, dass sehr chique aussieht. Aber auch hier ist nicht viel zu tun und es ist ekelhaft nass-kalt.

Also beschließen wir zu unserer Unterkunft, einer riesigen Holz-Villa am Fluss, zu fahren und den Tag bei einer Flasche Wein ausklingen zu lassen.

Bei kaltem nassen Wetter geht doch nichts über eine Flasche Wein im Warmen!




Wir schauen uns im jüdischen Viertel um. Es ist schöner, als der Rest der Stadt, und auch weniger Verkehr. Das Museum dort ist geschlossen, sowie auch das Café, obwohl Leute drin sind. Seltsam.

Uns fallen die besonderen Regenrinnen auf. Aus Aluminium wurden kleine Türmchen gebaut, welche Gebäude rundherum schmücken.



Der Wetterbericht sieht für die nächsten Tage noch immer bescheiden aus. Auch in den anderen Teilen des Landes ist es wenig anders. Wir haben noch ein paar Tage Zeit für unsere Reise, aber in der Zeit erreichen wir nicht mehr jede Ecke des Landes.

Der Ort mit dem schönsten Wetter auf der Karte ist – Baku!

Wohl oder übel scheint es die einzig vernünftige Entscheidung zu sein jetzt schon den Rückweg anzutreten und noch warme Stunden in Aserbaidschan zu genießen. Doch auf dem Rückweg wollen wir auch noch ein paar Dinge sehen: die Festungsruine von Çıraqqala und der Berg Beşbarmaq, der auch „Five Finger Mountain“ genannt wird, sollen sehr eindrucksvoll sein!



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