Meine Reise-Tagebücher aus
Aserbaidschan

Zusammenfassung
Währung: Manat
Hauptstadt: Baku
Trinken wie ein Einheimischer: Tee, Wein, „Whisky“ (ist eigentlich Cognac)
Besonderheiten:
- Das Feuer hat in der aserbaidschanischen Kultur eine besondere symbolische Bedeutung. Aserbaidschan wird oft als „Land des Feuers“ bezeichnet, da hier seit Jahrtausenden natürliche Erdgasquellen brennen – ein Phänomen, das schon in der Antike Verehrung hervorrief. Feuer steht für Reinheit, Leben und Schutz und spielte eine zentrale Rolle in den Ritualen der zoroastrischen Religion, die in der Region ihre Wurzeln hat. Sogar Hindus pilgern seit Jahrhunderten von Indien nach Aserbaidschan.
- Aserbaidschaner und Türken haben ein besonderes Verhältnis zueinander und beide betrachten sich als „Brüder und Schwestern“.
- In Baku kann man Damen in Burkas und in Hot Pants direkt nebeneinander durch die Straßen schlendern sehen.
- Alkohol ist in den meisten Bars und Supermärkten frei verfügbar.
- Obwohl das Land offiziell muslimisch ist prägen nur wenige Moscheen das Landschaftsbild.
- Auch wenn mehrere Leute in einem Restaurant am Tisch sitzen gibt es erstaunlich oft nur eine Karte!
- Wenn man ins Restaurant geht kommt es häufig vor, dass man sein eigenes Zimmer bekommt. Manchmal wird man dann auch mit einem elektronischen Knopf versorgt, mit dem man jemanden rufen kann, wenn man etwas bestellen möchte.
- Auf dem Land sollte man nicht erwarten Kaffee zu bekommen. Nicht einmal türkischer Kaffee ist häufig. Wenn man nach Kaffee fragt erhält man, wenn, dann überhaupt löslichen Kaffee.
- Die unterschiedlichen Schreibweisen für die Orte können eine Herausforderung sein. Die Ortsnamen finden sich hier und dort mal auf Aserbaidschanisch, dann auf Englisch oder Türkisch sowie in meinen Karten auf Deutsch. Suche ich jetzt nach Gach oder Qax? Suche ich nach Schamachi, Shamakhi oder Şamaxı? Qobustan oder Gobustan? Qəbələ, Qabala oder Gabala? Die meisten Schreibweisen fand ich bei Altıağac beziehungsweise Altiagach, Altyagach, Alty- Agatsch, Altiaghach, oder Alyagach!
Sprache
Wenn ich Aserbaidschanern beim Reden zuhöre habe ich den Eindruck, dass die Leute sich gleichzeitig auf Türkisch, Russisch, Arabisch und Farsi unterhalten. Das ist tatsächlich der Fall. Die Nachbarschaft und teilweise lange Zeiten der Besetzung durch eine dieser Mächte ließen viele Worte der Sprachen im Wortschatz im „Azeri“ zurück.
- Hallo – Salam
- Wie geht es dir? – Necəsən?
- Danke, mir geht es gut, wie geht es dir? – Təşəkkür edirəm, yaxşıyam, sən necəsən?
- Tschüss – Sağ ol
- „Auf die Ehre“ (Prost) – şərəfə
- Flirten – gərəşmək
Währung
Der aserbaidschanische Manat (AZN) ist genau halb so viel wert wie ein Euro.

Küche
Die aserbaidschanische Küche ist reich an Aromen und Traditionen, geprägt von frischen Kräutern, Fleisch und Teigwaren. Lavash, ein dünnes Fladenbrot, begleitet fast jede Mahlzeit. Beliebt sind auch Qutab, hauchdünne Teigfladen, gefüllt mit Kräutern, Fleisch oder Kürbis, ähnlich wie herzhafte Crêpes. Für Erfrischung sorgt Akroşka, ein kühles Getränk auf Basis von Ayran, das besonders im Sommer geschätzt wird.
Eine Besonderheit ist Sadj, eine gusseiserne Pfanne, in der Gemüse und Fleisch direkt am Tisch gegart werden – ein geselliges Erlebnis. Und natürlich darf Plov, die aromatische Reis-Pfanne mit Safran und Fleisch, nicht fehlen, die als Königin der aserbaidschanischen Küche gilt. Als fruchtige Ergänzung wird oft Kirschsalat serviert – eine süß-säuerliche Spezialität, die mit frischen Kirschen und Kräutern für einen erfrischenden Kontrast sorgt
Meine Lektion:
Die Leute im „Land des Feuers“ sind genauso nett, wie sie verplant sind
Reise-Tagebücher
Aserbaidschan – das ist das kaum bekannte Ende Europas, das geologisch und kulturell fließend in Asien und orientalische Kulturen übergeht. Es war immer schon mein Traum, diese abgelegenen Länder auf eigene Faust zu erkunden.
Die Menschen sind sehr gastfreundlich (wenn auch oft ziemlich chaotisch) und das Land ist sicher.
Die Jugend macht sich in der Hauptstadt bemerkbar, das Land entwickelt wieder mehr Selbstbewusstsein, aber regelmäßig leidet das Land unter dem Konflikt mit Armenien. Und genau diesen Text schrieb ich schon für Armenien 2017.
Obwohl viele Kriege um Territorium, vor allem um Berg-Karabach, sowie religiöse Differenzen die Länder stark von einander trennen, haben sie extrem viele Gemeinsamkeiten.
Außer Expads in Baku und Touristen als Teil von Reisegruppen in und rund um Baku und Scheki finden sich kaum Reisende im Land.
















